Dunkle Flüsse
Peter Nathschläger
- Sprache
- Deutsch
- Erscheinungsdatum
- 1. Aufl., erschienen am 05.09.2005
- Format
- Paperback
- ISBN
- 9783934825437
Peter Nathschläger
David Schneider wurde als Siebenjähriger von Frank Dohunan, dem Jäger und Beutemacher entführt. Er durfte sich nicht mehr David nennen sich an nichts mehr erinnern. Dohunan zwang ihn zur Prostitution und belog ihn über seine Vergangenheit.
Erst neun Jahre später schaffte David die Flucht; Es wird nicht nur eine Reise quer durch die USA, sondern auch eine entlang der dunklen Flüsse menschlicher Grausamkeit – durch eine von Menschenhand erschaffene Hölle. Diese erlebt er in einem Internat für elternlose Jungen, die durch ihre Aufseher ein grauenhaftes Martyrium erleiden.
Die Flucht, seine Suche nach seinem Zuhause, führt ihn nicht nur hart an den Rand dessen, was ein Mensch ertragen kann, sondern auch in die Arme von Mark Fletcher, einem gleichaltrigen Jungen, der vom Gefährte zum Freund und zum Geliebten wird.
Wo gibt es „Dunkle Flüsse“ außerdem?
Der schwule Roman „Dunkle Flüsse“ von Peter Nathschläger erschien am 09.05.2005 und ist im gutsortierten Buchhandel erhältlich.
Die hier im Online-Buchshop des Himmelstürmer Verlages bestellten schwulen Bücher sind zu den üblichen Öffnungszeiten auch in Bonn im Buchladen Bundesamt für magische Wesen erhältlich.
Besucher sind bei uns in Bonn immer willkommen und für Autoren und Autorinnen, die für ihr „schwules Buch“ einen Verlag suchen, sowie für ein Gespräch über schwule Bücher, sei es nun ein Sachbuch, Gay Romance, Gay Fantasy, Gay Krimi und Thriller, schwule Erotik oder auch Coming-Out-Literatur ist bei einem Käffchen fast immer Zeit.
Patrick Nightingale wird auf offener schneebedeckter Straße bewusstlos von einem Autofahrer gefunden. Er war auf der Flucht vor Frank Dohunan der ihn als 9 jähriger Junge entführt hat. Onkel Frank, wie ihn der Junge nennen musste, erzählt Patrick, der in Wirklichkeit David Schneider heißt, seine Eltern wären bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ab diesem Zeitpunkt begannt für den Jungen ein Leben in absolutem Gehorsam, sexuellem Missbrauch und schweren Misshandlungen. Als er bei einer Hilfsaktion ohne Papiere von der Polizei aufgegriffen wird, landet er in einem Heim für gestrandete Jungs und die Qualen gehen weiter. Peter Nathschläger hat mich mit diesem Buch sehr berührt und gleichzeitig wütend gemacht. Sein flüssiger Schreibstil ist klar und oft obszön und derb, dadurch kommt die Dramatik dieser Geschichte noch mehr durch. Die Charaktere der Protagonisten sind gut dargestellt. Der Spannungsbogen zieht sich von Anfang an durch das ganze Buch, allerdings war mir der Schluss, bezüglich der vorherigen Dramatik, etwas zu schnulzig. Der Autor greift eine Thematik mit diesem Buch auf, vor der man die Augen verschließen möchte. Eine wahre Geschichte, aber nichts für schwache Nerven.
Ist die Produktbeschreibung zutreffend? Ja. Wirkung: Ganz stark, ungeheure Intensität, aufwühlend, berührend, erschütternd. Hinzu kommt auch noch die lakonisch-sarkastische Sprache, die das Ganze bis an die Grenze des Erträglichen steigert. Die Sprache kann aber auch variieren: In den (seltenen) Szenen der Zärtlichkeit, der Menschlichkeit, der Güte passt sie sich der Atmosphäre an. Kurz gesagt: hohe literarische Qualität. Schwachpunkt: Die vielen Fehler, vor allem auf dem Gebiet der Rechtschreibung. Auch der eine oder andere - allerdings unbedeutende - inhaltliche Widerspruch hat sich eingeschlichen. Ein Werk dieser literarischen Qualität hätte ohne Zweifel ein Lektorat verdient.
Stilisierte Gitterstäbe, hinter denen ein Junge mit nacktem Oberkörper und geöffnetem Mund steht und den Leser anblickt – irgendetwas irritiert mich an dem Bild. Es scheint Verzweiflung oder Überraschung ausdrücken zu wollen, wirkt aber gestellt. Das Cover hat es zumindest geschafft, meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, und das ist ja der Sinn und Zweck. Zum Inhalt: Der bewusstlose Patrick, sein eigentlicher Name ist David, wird von einem Autofahrer entdeckt. Allmählich entrollt sich das Schicksal des Jungen, der auf der Flucht vor seinem Peiniger ist. David, als 7-Jähriger von Frank Dohunan, einem perversen Kinderschänder, entführt, hat es geschafft den Fängen seines Entführers zu entkommen – zumindest für kurze Zeit, denn schon bald wird er wieder von der Polizei aufgegriffen. Da er sich nicht ausweisen kann, wird er in ein Kinderheim gesteckt. Er ist vom Regen in die Traufe gekommen, denn auch hier begegnen ihm skrupellose Aufpasser, die Freude am Quälen haben. Einen Hoffnungsschimmer gibt es hier allerdings: Mark, ein „Mitgefangener“ steht ihm zur Seite, in dem er einen neuen Freund und Verbündeten findet. Gemeinsam wagen sie sogar die Flucht, die Aussichten auf Erfolg scheinen gut zu stehen. Wenn es da nicht Frank gäbe, der nie aufhört hat nach David zu suchen…. Zum Stil: Die grauenhaften Erlebnisse des Jungen werden sehr plastisch und detailliert geschildert – meinem Empfinden nach zu genau, die Ausdrucksweise ist den Geschehnissen angepasst, teilweise sehr vulgär und derb. Die Charaktere sind so lebendig ausgearbeitet, dass die furchtbaren Vorkommnisse sehr klar vor dem inneren Auge entstehen. Fazit: Das Buch verursacht Magengrimmen. Es erschreckt, vor allem, wenn man sich der Tatsache bewusst wird, dass es auf wahren Begebenheiten beruht. Es ist ein Buch der Extreme. Die extremen Erlebnisse brauchen einen Gegenpol, der beinahe schon wieder kitschig und traumhaft idealistisch wirkt. Ob das Buch diese Extreme benötigt oder ob es auch mit etwas weniger Dramatik ausgekommen wäre, möchte ich nicht beurteilen. Der Spannungsbogen wurde gekonnt aufrechterhalten – von der ersten bis zur letzten Seite.
Vor diesem Thema verschließen immer noch viel zu viele Menschen die Augen – harte Lektüre nicht für zartbesaitete Menschen. Klappentext: David Schneider wurde als Siebenjähriger von Frank Dohunan, dem Jäger und Beutemacher entführt. Er durfte sich nicht mehr David nennen sich an nichts mehr erinnern. Dohunan zwang ihn zur Prostitution und belog ihn über seine Vergangenheit. Erst neun Jahre später schaffte David die Flucht. Es wird nicht nur eine Reise quer durch die USA, sondern auch eine entlang der dunklen Flüsse menschlicher Grausamkeit - durch eine von Menschenhand erschaffene Hölle. Diese erlebt er in einem Internat für elternlose Jungen, die durch ihre Aufseher ein grauenhaftes Martyrium erleiden. Die Flucht, seine Suche nach seinem Zuhause, führt ihn nicht nur hart an den Rand dessen, was ein Mensch ertragen kann, sondern auch in die Arme von Mark Fletcher, einem gleichaltrigen Jungen, der vom Gefährten zum Freund und zum Geliebten wird. Fazit: Diese Geschichte beruht in großen Teilen auf einer wahren Begebenheit. In Amerika verschwanden immer wieder Kinder und Jugendliche, eines der bekanntesten Bücher darüber handelt von Steven Stayner. Dieses Buch hat mich vor vielen Jahren aufgewühlt, so dass ich dieses Buch von Peter Nathschläger auch lesen wollte. Nachdem ich die ersten Seiten gelesen habe, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da mich die Spannung in ihren Bann zog. Patrick alias David erlebt nach seiner Entführung die Hölle auf Erden. Er wird auf brutalste Art verprügelt und später zu einem Sexsklaven erzogen, der sich an fremde Männer verkaufen muss. Nach diesen vielen Erniedrigungen benötigt David sehr viel Mut, um nach einer weiteren noch brutaleren Misshandlung vor seinem Peiniger zu fliehen. Er nutzt die vielleicht letzte Chance und überwindet seine Schmerzen, um in dieser Winternacht ein neues Leben zu finden. Frank begibt sich natürlich umgehend auf die Suche nach Patrick und ist ihm durch seine Ahnung, wohin Patrick flieht, sehr dicht auf den Fersen. Er genießt seine Jagd regelrecht und hinterlässt eine blutige Spur. Die Eltern von David sind seit der Entführung gebrochen, die Mutter sucht ihr Seelenheil in der Kirche und der Vater im Alkohol. Doch gerade der Vater ist von der Heimkehr seines geliebten Sohnes überzeugt. Auf der Flucht begegnet Patrick vielen Menschen, manche die ihm sogar helfen und andere, die ihn ebenfalls quälen und sexuell erniedrigen wollen. Das Martyrium ist leider noch nicht vorbei. Mehr verrate ich jetzt nicht mehr, lest bitte das Buch, wenn ihr starke Nerven habt. Diese Grausamkeit kann jederzeit und direkt vor unserer Haustür so oder ähnlich stattfinden. Ich habe dieses Buch in einem Rutsch gelesen und war wütend, traurig, erschüttert und die Geschichte ging mir unter die Haut. Der Schreibstil erscheint auf den ersten Blick vielleicht etwas derb, gerade die Dialoge zwischen Patrick und Frank, ich denke allerdings, das in Kreisen von Kinderschändern diese Sprache tatsächlich so vorherrscht, um die Opfer noch kleiner zu machen. Die Handlungsstränge fließen am Ende stimmig zusammen und es bleiben keine Fragen offen. Es ist dem Autor gelungen ein relativ kurzes Buch ohne überflüssige Längen zu schreiben, das diese grausame Wirklichkeit gut darstellt. Dieses Buch ruft wieder in Erinnerung, dass es solche Menschen tatsächlich gibt und wir alle in der Verantwortung sind, diese Machenschaften zu thematisieren und den Tätern das Handwerk zu erschweren oder es zu verhindern. Leider werden solche Täter immer noch mit Samthandschuhen angefasst, während die Opfer durch die Hölle gehen. Von mir eine Leseempfehlung für Menschen, die die Augen nicht verschließen und sich diesem grausamen Thema stellen wollen.
Das Cover ist in Ordnung, aber für mich ist der Gesichtsausdruck des Jungen schwer einzuordnen. Angst, Begierde? Oder beides? Man kann sich auf jeden Fall gut vorstellen, dass der Junge auf dem Cover David bzw. Patrick sein soll. Das Buch beginnt direkt mitten im Geschehen. Der 16- Jährige Patrick ist auf der Flucht vor seinem Peiniger Frank Dohunan. Endlich hat er den Mut gefunden wegzulaufen. Patrick ist eigentlich David Schneider, aber als Frank den damals Siebenjährigen entführte erlaubte er ihm nicht mehr, seinen richtigen Namen zu benutzen. Unter einem Vorwand und einer schrecklichen Lüge hat Frank David damals einfach in seinem Auto mitgenommen und von diesem Tag an gab es keinen David mehr. David starb, genauso wie seine Kindheit und geboren wurde Patrick Nightingale. Auch seine Eltern durchleben nach Davids verschwinden unvorstellbar schlimme Jahre. Während seine Mutter Kraft in Gebeten findet ertränkt sein Vater seinen Kummer im Alkohol. Aber sein Vater glaubt ganz fest daran, dass David noch immer lebt. Auf der Suche nach seiner wahren Identität trifft David auf viele verschiedene Menschen, immer mit der Angst im Nacken, dass Frank ihn findet. Als er auf der Straße aufgegriffen wird und im Kinderheim landet trifft er auf Mark, der direkt wie ein Seelenverwandter für ihn ist. Wenn man Bücher rezensiert liest man natürlich sehr viele Geschichten, aber nur wenige gehen so unter die Haut wie diese. Zwischen Entsetzen und Spannung möchte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es ist aufwühlend, voller Emotionen und der Spannungsbogen wird von Anfang bis Ende konstant aufrechterhalten. Einen Großteil der Geschichte begleiten wir Patrick auf seiner Flucht. Aber es gibt auch immer wieder Leseabschnitte über Mark, über Davids Eltern und über die anderen Charaktere, was das Ganze sehr Abwechslungsreich macht. Es ist ein kurzes Buch ohne in die Länge gezogene Handlungsstränge, so dass es sich gut und schnell lesen lässt. Die Geschichte ist auf das Wesentliche reduziert und auf den Punkt gebracht, auch wenn das oft sehr schmerzhaft und und ohne Umschweife erklärt ist. Lediglich die Sprache war mir ab und zu etwas zu derb. Fazit Wer dieses Buch lesen möchte muss sich von Anfang an klar sein, dass dies nichts für zart Besaitete ist. Noch dazu beruht diese Geschichte auf einer wahren Begebenheit. Es wird grauenhaft und sehr genau erklärt, was der kleine David alles durchstehen musste. Von Fotos fürs Internet bis hin zu Vergewaltigungen und Schläge. Ich fand die Geschichte sehr gut geschrieben, aber sie ist nicht für jeden etwas. Solche Bücher rufen einem immer wieder ins Bewusstsein, dass es solche Menschen wie Frank wirklich gibt und auch Kinderpornographie-Netzwerke, so etwas sollte man nicht vergessen und dagegen ankämpfen. Ein tolles Buch, das die tiefsten Abgründe der Menschheit aufzeigt.
Eines vorweg: die Geschichte beruht auf eine wahre Begebenheit Das Buch von Peter Nathschläger, erschienen im Himmelstürmer Verlag, beschreibt eine wahre Geschichte über Kindesentführung und -pornographie. Nichts für zarte Gemüter Zum Cover: Das Bild zeigt einen Jungen hinter Gittern / einem Sprossenfenster, sein Oberkörper ist nicht bekleidet, der Gesichtsausdruck ist undefinierbar - erstaunt? Erschrocken? Entsetzen? Begierde? Erkennen? Zum Buch: Das Buch beginnt damit, dass ein 16-jähriger Junge namens Patrick Nightingale zu Fuß auf der Flucht vor Frank Dohunan ist. Dieser hat ihn vor neun Jahren entführt, ihn belogen, ihm seine Identität geraubt und schwer misshandelt. Ein kurzer Rückblick zeigt, wie Patrick früher war: ein behüteter Junge mit liebenden Eltern und einem anderen Namen - David Schneider. Die Entführung wird dargestellt und wie "Onkel" Frank den Jungen bricht. Nach dem Rückblick geht es aber weiter in der Gegenwart für Patrick und er kämpft sich durch, versteckt sich vor Frank und hat nur ein Ziel: nach Hause. Der Vorstellung einer Landschaft folgend, an die er sich erinnern kann. Auf diesem Weg landet David unglücklicherweise in einem Kinderheim und trifft dort - glücklicherweise - auf Mark. Währenddessen erfolgt ein Blick auf das, was seine Eltern nach seinem Verschwinden durchleben. Seine Mutter findet Halt in Gebeten und der Kirche, sein Vater trinkt. Doch letzterer glaubt an einer Rückkehr seines Sohnes. Parallel zu Patricks Flucht wird auch Franks kranke Suche nach dem Jungen beschrieben. Und wie soll es anders sein: die Wege kreuzen sich. David und Mark gelingt die Flucht aus dem Kinderheim und vor Frank. Doch sie werden aufgehalten. Wie dies ausgeht / weitergeht, lest ihr am Besten selbst Der Spannungsbogen ist da Einmal in der Geschichte drin, kommt man aus den Emotionen gar nicht mehr raus und möchte das Buch auch nicht auf Seite legen. Ich gebe zu, mir ging das teilweise so nahe, dass ich echt auf die letzten Seiten schauen musste... Die Geschichte muss ich jetzt erstmal verarbeiten Sprachlich ist das Buch recht gut geschrieben, was eine flüssiges Lesen ermöglicht. Die derbe Sprache zwischen den Jungs und Frank ist gut nachvollziehbar und wird im gesamten Buch beibehalten. Das Buch hat auf jeden Fall ein Thema priorisiert, was eher verschwiegen wird. Es rüttelt auf und zeigt, dass das nicht nur Fiktion eines Schriftstellers ist, sondern wirklich so passiert. Vor der Haustür, in einer beschaulichen Gegend in der sich alle kennen. Dass das Thema genauso präsent ist, wie Drogen, nur sehr verdeckt und kanalisiert passiert. Das Buch bringt Themen wie Kindesmisshandlung, Schläge, Gewalt, Prostitution (freiwillig und unfreiwillig), Webseiten und Kindesmissbrauch ans Licht und zur Sprache. Mein Stern Abzug gibt es nur, weil weder im Klappentext, noch im Buch der Hinweis auf die "wahre Begebenheit" gegen ist. Ich persönlich finde dies gerade in diesem Buch zu diesem Thema sehr sehr wichtig
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