Schmetterlingstinte
Monique Mischnik
- Sprache
- Deutsch
- Erscheinungsdatum
- 1. Auflage, erscheint am 01.05.2026
- Format
- Paperback
- ISBN
- 9783987581731
Monique Mischnik
Nach einem One-Night-Stand, der dank Alkohol katastrophal geendet ist, geht Ed fest davon aus, dass er Will niemals wiedersehen wird. Gut für ihn, denn die ganze Nummer ist ihm peinlich. Das Schicksal hat andere Pläne. Wenige Tage später begegnet er Will unfreiwillig erneut in einem Tattoostudio.
Ausgerechnet er soll es sein, der Ed sein neues Motiv auf den Körper zaubert. Der schüchterne Lockenkopf hat es Will sofort angetan, aber Ed zögert. Ist er bereit, sich auf einen neuen Mann einzu-lassen, nachdem sein letzter Partner ihn im Stich gelassen hat, als er ihn meisten brauchte? Kann er darauf vertrauen, dass Will bei ihm bleiben wird, sobald dieser jede Facette seiner Geschichte kennt?
Als hätte Ed nicht schon genug Sorgen und Zweifel, rückt die Gefängnisentlassung des Menschen näher, der sein Leben vor zehn Jahren schon einmal vollkommen zerstört hat.
Diese Geschichte trifft einen mit voller Wucht – leise, aber nachhaltig. Was mit einem peinlichen, alkoholgetränkten One-Night-Stand beginnt, entwickelt sich zu einer zutiefst emotionalen Reise zweier Menschen, die beide mehr mit sich herumtragen, als sie zeigen wollen. Ed ist fest davon überzeugt, Will nie wiedersehen zu müssen – und vielleicht auch nie wiedersehen zu können. Doch das Schicksal bringt sie zurück zueinander, ausgerechnet in einem Tattoostudio, in dem Will ihm unter die Haut geht – im wahrsten Sinne des Wortes.
Ed ist eine Figur, die man nicht einfach nur liest, sondern fühlt. Seine Unsicherheit, seine Gedankenspiralen und die Lücken in seinem Gedächtnis machen ihn greifbar und erschreckend menschlich. Besonders berührend ist, wie sehr ihn seine Vergangenheit noch immer prägt – die Gewalt, die er erlebt hat, der Schmerz, den er so dringend hinter sich lassen möchte, und die Angst, dass genau das niemals ganz gelingen wird. Trotz seines Talents, Emotionen in Worte zu fassen, wirkt er oft sprachlos, wenn es um seine eigenen tiefsten Wunden geht. Seine Verletzlichkeit zieht sich durch jede Begegnung, jede Entscheidung.
Will dagegen wirkt zunächst wie das genaue Gegenteil: offen, warm, empathisch – und doch trägt auch er seine eigenen Narben. Dass Menschen ihn immer wieder einfach aus ihrem Leben streichen, hat Spuren hinterlassen, die man zwischen den Zeilen deutlich spürt. Sein Wunsch nach Ehrlichkeit ist kein Zufall, sondern ein stiller Hilferuf nach Beständigkeit. Hinter seiner manchmal chaotischen Art und seinem Sturkopf verbirgt sich jemand, der einfach nur bleiben will – und hofft, dass diesmal jemand auch bei ihm bleibt.
Was diese Geschichte so besonders macht, ist die Verbindung zwischen den beiden. Ihr Schweigen ist nicht leer, sondern voller Bedeutung. Es ist dieses seltene, kostbare Gefühl, neben jemandem sitzen zu können, ohne sich erklären zu müssen. Doch der Weg dorthin ist alles andere als einfach. Sie machen Fehler, stoßen sich gegenseitig von sich weg, sagen Dinge, die wehtun – und genau darin liegt die Stärke der Geschichte. Sie beschönigt nichts.
Gleichzeitig erzählt sie mit großer Ehrlichkeit davon, dass Heilung kein gerader Weg ist. Dass es Mut braucht, sich zu öffnen. Und dass es manchmal genau einen Menschen braucht, der bleibt – auch dann, wenn es schwierig wird. Jemand, der hilft, die eigenen Monster nicht auf einmal zu besiegen, sondern sie Stück für Stück leiser werden zu lassen.
Diese Geschichte ist roh, verletzlich und unglaublich echt. Sie geht unter die Haut, bleibt im Herzen und erinnert daran, wie viel Kraft in echter Nähe und ehrlicher Liebe liegen kann – selbst dann, wenn alles in einem dagegen ankämpft.
Lange Zeit habe ich daraufhin gefiebert, diesen Debütroman endlich lesen zu dürfen. Was kann ich nun dazu sagen? Das Warten hat sich eindeutig gelohnt. Ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil!
„Schmetterlingstinte“ ist eine Geschichte, einerseits höchst emotional und zeitweise so zuckersüß. Mit zwei Protagonisten, deren Tiefgründigkeit und Authentizität sie ungemein sympathisch und liebenswert macht. Beide bringen Probleme, Erlebnisse, Erfahrungen und Eigenheiten mit, die sie geformt haben und zu interessanten Persönlichkeiten werden ließen. Man muss sie einfach mögen und ins Herz schließen.
Der Schreibstil ist wunderbar locker und flüssig. Es macht großen Spaß die Geschichte zu lesen und sie mit den beiden zu erleben. Man kann ihre Gefühle und Gedanken gut nachvollziehen und mitfühlen. Wie etwa die anfängliche Unsicherheit, die vor allem bei Ed sehr groß war. Beide haben im Verlauf eine Entwicklung erlebt, haben an Selbstsicherheit und Vertrauen gearbeitet und sind daran gewachsen. Die Dynamik zwischen den Beiden war zeitweise so zuckersüß, dass mein Schmunzeln gar nicht mehr enden wollte.
Es gab jedoch auch Situationen, in denen mir das Schmunzeln vergangen ist. Die schmerzhaft waren und mein Mamaherz mal wieder leiden ließen.
Ich muss unbedingt noch die wunderbaren Freunde der beiden erwähnen. Sie sind so toll und beiden eine große Stütze. Solche Freunde kann man sich nur wünschen. Wenn sie auch manchmal etwas lästig fallen können.
„Schmetterlingstinte“ ist tiefgründig, bezaubernd süß und gewürzt mit wohldosiertem Spice. Sie zeigt, wie wichtig Freunde und Familie im Leben sind und was diese bewirken können.
Ich hätte noch so viel mehr über die Jungs lesen können, doch leider stand da viel zu früh „ENDE“. Ich habe ja die Hoffnung, dass zwei der Freunde ihre eigene Geschichte bekommen werden und somit auch ein Wiedersehen mit den beiden möglich ist.
Ich kann euch „Schmetterlingstinte“ von Herzen empfehlen und dir liebe Monique zu einem mehr als gelungenen Debüt gratulieren. Danke, dass ich dich auf diesem Weg begleiten darf.
Von mir gibt es eine eindeutige Leseempfehlung mit 5🌟.
Wir lernen Ed(ward) und Will(iam) kennen. Zwei Männer, die in sich sehr unterschiedlich sind. Ed plagen psychische Probleme, während Will ganz bei sich ist und sein Leben erfolgreich in einem Tattoostudio als Tattoo Artist lebt. In einer Bar treffen sich die beiden und die Nacht verläuft leider anders als geplant.. Ed plant ihn nie wieder zu sehen.
Zum Geburtstag seiner Mum lässt er sich ein bedeutungsstarkes Tattoo stechen. Ratet mal, wer sein Tattoo Artist ist?!
Und so beginnt deren Geschichte erneut.
Ed ist gegenüber fremden Menschen sehr verschlossen und Will merkt schnell, dass da mehr als Freundschaft ist.
Das kann ja was werden.
Und wie es was wird! Wir begeben uns auf eine romantische, emotional tiefe Reise. Zum Ende hin passt bitte auf euch auf, insbesondere, wenn ihr mit Homophobie zu triggern habt.
Absolute Empfehlung!
Ein verpatzter One Night Stand, ein zufälliges Wiedersehen und plötzlich ist da diese Spannung, die man nicht mehr ignorieren kann…
Schmetterlingstinte ist der Debüt Roman von Monique Mischnik.
Der Schreibstil ist angenehm schlicht, lässt sich sehr flüssig und leicht lesen und kommt ohne großen schnickschnack aus.
Ein Page Turner durch und durch.
Nach einem verpatzen One Night Stand treffen sich Ed und Will ganz zufällig wieder auf Wills Tattooliege.
Wie schon am Abend in der Bar fliegen sofort wieder die Funken und die Anziehung zwischen den beiden ist bei jedem Treffen praktisch greifbar.
Doch Edward kämpft zu beginn viel mit seinen Unsicherheiten und schafft es schwer aus seiner Haut um Will richtig an sich heranzulassen. Nach und nach schafft es Will mit seiner Empatischen, offenen Art Eds Mauern Stück für Stück einzureißen. Bis Edward plötzlich von seiner Vergangenheit eingeholt wird.
Ed und Will sind zwei tolle Protagonisten, die es mir sehr leicht gemacht haben, sie zu mögen.
Edward ist zu Beginn unsicher und zurückhaltend, kämpft mit seinem Trauma und wirkt dabei oft introvertiert und verschlossen. Seine Gefühle kompensiert er vor allem durch seine Arbeit.
Genau das macht ihn aber so echt und greifbar. Hinter seiner unsicheren Fassade steckt viel mehr und genau das macht seine Entwicklung im Laufe der Geschichte umso schöner.
Will hingegen fällt sofort auf: bunte Haare, Piercings und Tattoos.
Und genau dieses äußere passt perfekt zu ihm. Es spiegelt wider wer er ist; offen, ehrlich und ganz er selbst. Von Anfang an wirkt er warmherzig und unglaublich sympathisch.
Zusammen sind Ed und Will einfach großartig. Ihr Umgang miteinander ist so liebevoll, einfach zwei wandelnde Green Flags.
Auch unsere Nebencharaktere besonders Eddies Freunde Nick und Josh haben es mir angetan. Okay besonders Nick. Ich weiß nicht wieso, aber ich hab diesen quirligen Charakter mit seinem Losen Mundwerk und seinem Herz auf der Zunge sofort ins Herz geschlossen. Josh ist der ruhige Pol in dem kleinen Trupp, der der einen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Der aber egal was ist, immer für dich da ist und stets mit einem Guten Rat an deiner Seite steht.
Beides sind die Freunde die man braucht, wenn das Leben schwierig wird.
Ed und Will haben eine tolle cozy Lovestory die langsam wächst und durch ein paar Unsicherheiten, einem schlimmen Trauma und dessen gemeinsame Bewältigung immer stärker wird. Und ganz nebenbei verleiht Monique Mischnik der süßen Lovestory von Ed und Will genau das richtige Fünkchen spice.
Besonders schöne finde ich das Monique in ihr Buch nicht nur (offensichtlich) queere Elemente eingebaut hat, sondern auch Menschen mit Behinderung und dem Thema Inklusion eine Bühne gibt.
Also wer bock hat auf eine tolle queere Lovestory die man einfach zwischendurch wegsnacken kann, dem kann ich "Schmetterlingstinte" nur wärmstens empfehlen.
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