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Allein unter seinesgleichen

SKU: 9783863615642
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Product Highlights

  • Softcover : 204 Seiten
  • Verlag: Himmelstürmer
  • Autor: Christian Kurz
  • Fotograf/Illustrator:
  • Auflage: 1. Aufl., erschienen am 30.06.2016
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-86361-564-6
  • ISBN-13: 978-3-86361-564-2
  • Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 21,1 cm

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Beschreibung

Nach dem erfolgreichen Sieg der Nazis im großen Krieg wurde die Welt nach ihren Werten geformt. Die Weltsprache ist deutsch, unerwünschte Menschen gibt es nicht mehr und Schwule gelten ebenfalls als ausgerottet. Jedoch existieren sie weiterhin, wenngleich auch nur im Verborgenen. Aufgrund der Nicht-Information hat der junge Wolfgang Volkmer deswegen keine Ahnung, was es bedeutet, dass er sich in seinen Klassenkameraden Nils verliebt hat. Wolfgang weiß nur, dass es nicht richtig sein kann, dass er diese Gefühle für seinen Freund empfindet. Erst als er in einem Buchladen mit der verbotenen Winkel-Literatur in Kontakt kommt, lernt er das Wort „schwul“ kennen. Endlich beginnt er zu begreifen, wer er ist – ein Schwuler und damit ungewollt ein Volksfeind.

 

 

Wo gibt es “Allein unter seinesgleichen” außerdem?

Der schwule Roman “Allein unter seinesgleichen” von Christian Kurz erschien am 30.04.2016 und ist im gutsortierten Buchhandel erhältlich.

Die hier im Online-Buchshop des Himmelstürmer Verlages bestellten schwulen Bücher sind zu den üblichen Öffnungszeiten auch in Bonn im Buchladen Bundesamt für magische Wesen erhältlich.

Besucher sind bei uns in Bonn immer willkommen und für Autoren und Autorinnen, die für ihr “schwules Buch” einen Verlag suchen, sowie für ein Gespräch über schwule Bücher, sei es nun ein Sachbuch, Gay Romance, Gay Fantasy, Gay Krimi und Thriller, schwule Erotik oder auch Coming-Out-Literatur ist bei einem Käffchen fast immer Zeit.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 250 g
Größe 14.5 × 1.7 × 21.1 cm
Buchformat

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9 Bewertungen für Allein unter seinesgleichen

4,6
Based on 9 reviews
5 Sterne
55
55%
4 Sterne
44
44%
3 Sterne
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  1. kati75

    Wolfgang lebt im Großdeutschen Reich und wächst mit dem Gedankengut der Partei auf. Alles läuft in geordneten Bahnen, weil es die Partei so vorsieht. Es gibt nur noch Menschen, die nach den Vorstellungen der Partei geformt sind. Schwule existieren, wenn überhaupt, nur noch im Verborgenen. Wolfgang merkt, dass er sich zum männlichen Geschlecht hingezogen fühlt, aber wie soll er damit umgehen, wenn er doch überhaupt keine Informationen darüber bekommen kann. Erst in seiner Lehre bei einem Buchhändler entdeckt er sog Winkel-Literatur und begreift, dass er nicht nur anders liebt, sondern auch ein Volksfeind ist… Christian Kurz spielt hier mit dem Gedanken, was wäre wenn… und setzt seine Geschichte um den jungen Wolfgang und andere Schwule im Großdeutschen Reich sehr schön um. Lediglich die ersten 3 Kapitel sind gewöhnungsbedürftig, da sie sehr derb und obszön sind und mir einiges an Verständnis abverlangen. Doch dann gewinnt der Roman an Fahrt, die Darsteller werden glaubhaft und so fühle ich mit, wenn sie sich in ihrem Leben aus Angst und Verstecken nur noch schemenhaft bewegen. Ein Leben, das nicht lebenswert ist, wenn man entdeckt wird. Das Anders-sein wird vom Autor nicht abwertend, sondern positiv ins Licht gerückt und ich bekomme einen Einblick, wie sich die einzelnen Personen fühlen, was sie denken und wie sie handeln, um nicht aufzufallen. Das vorgefertigte Schubladendenken der Partei ist allgegenwärtig und hindert die Menschen an der Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Mit dem Auftauchen einer im Buch fiktiven Geschichte um das freie Leben von Schwulen in einer Welt, in der sie sich austoben und frei sein dürfen, den CSD und der Akzeptanz der Gesellschaft lernt Wolfgang plötzlich umzudenken und zu hinterfragen, ob das Leben im Großdeutschen Reich wirklich noch lebenswert ist. Es gibt, gerade im letzten Kapitel, viele Stellen, die mich traurig und betroffen machen und ich bin froh, dass wir in einem Land leben, in dem jeder sein Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit genießt. Leider ist dieses Thema momentan wieder sehr aktuell, da sich immer wieder im aktuellen politischen Geschehen manche nicht mit dem Grundsatz von Freiheit und Gleichheit anfreunden können Eine fiktive Geschichte mit dennoch sehr aktuellen Hintergrund.

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  2. katikatharinenhof

    Wolfgang lebt im Großdeutschen Reich und wächst mit dem Gedankengut der Partei auf. Alles läuft in geordneten Bahnen, weil es die Partei so vorsieht. Es gibt nur noch Menschen, die nach den Vorstellungen der Partei geformt sind. Schwule existieren, wenn überhaupt, nur noch im Verborgenen.
    Wolfgang merkt, dass er sich zum männlichen Geschlecht hingezogen fühlt, aber wie soll er damit umgehen, wenn er doch überhaupt keine Informationen darüber bekommen kann. Erst in seiner Lehre bei einem Buchhändler entdeckt er sog Winkel-Literatur und begreift, dass er nicht nur anders liebt, sondern auch ein Volksfeind ist…

    Christian Kurz spielt hier mit dem Gedanken, was wäre wenn… und setzt seine Geschichte um den jungen Wolfgang und andere Schwule im Großdeutschen Reich sehr schön um.
    Lediglich die ersten 3 Kapitel sind gewöhnungsbedürftig, da sie sehr derb und obszön sind und mir einiges an Verständnis abverlangen.
    Doch dann gewinnt der Roman an Fahrt, die Darsteller werden glaubhaft und so fühle ich mit, wenn sie sich in ihrem Leben aus Angst und Verstecken nur noch schemenhaft bewegen. Ein Leben, das nicht lebenswert ist, wenn man entdeckt wird. Das Anders-sein wird vom Autor nicht abwertend, sondern positiv ins Licht gerückt und ich bekomme einen Einblick, wie sich die einzelnen Personen fühlen, was sie denken und wie sie handeln, um nicht aufzufallen.
    Das vorgefertigte Schubladendenken der Partei ist allgegenwärtig und hindert die Menschen an der Entfaltung ihrer Persönlichkeit.
    Mit dem Auftauchen einer im Buch fiktiven Geschichte um das freie Leben von Schwulen in einer Welt, in der sie sich austoben und frei sein dürfen, den CSD und der Akzeptanz der Gesellschaft lernt Wolfgang plötzlich umzudenken und zu hinterfragen, ob das Leben im Großdeutschen Reich wirklich noch lebenswert ist.
    Es gibt, gerade im letzten Kapitel, viele Stellen, die mich traurig und betroffen machen und ich bin froh, dass wir in einem Land leben, in dem jeder sein Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit genießt.
    Leider ist dieses Thema momentan wieder sehr aktuell, da sich immer wieder im aktuellen politischen Geschehen manche nicht mit dem Grundsatz von Freiheit und Gleichheit anfreunden können
    Eine fiktive Geschichte mit dennoch sehr aktuellen Hintergrund.

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  3. Elke S.

    „Alleine durch unsere Autorität vermitteln wir Wahrheit. Etwas ist wahr, weil wir es sagen. Verstehen Sie? Es ist nicht wahr, weil es jemand sagt, sondern weil wir, und nur wir es sagen. Wir sind daher die Autorität, welche die Wahrheit erst erschafft. Der Bürger verlässt sich auf unser Wort, weil wir es ihm sagen. Das ist die Basis eines guten Staates.“

    Dieser Satz, der auf das NS-Regime, sicher auch auf andere Diktaturen zutrifft, ist kennzeichnend für die fiktive Welt, die Christian Kurz hier erschafft. In dieser was wäre wenn die Deutschen mithilfe von Japan und Italien den Zweiten Weltkrieg gewonnen und weiter Schritt für Schritt die Welt deutsch gemacht hätten Welt, sind Karl, Wolfgang und auch Offizier Bruckner, allesamt mit homosexueller Orientierung, völlig allein unter seinesgleichen.

    Lagerarbeiter Karl hatte von Anfang an meine Sympathien voll auf seiner Seite. Seine Arbeitskollegin Ursula macht ihm das Leben schwer, weil er sie einfach nicht haben will und dafür hatte er mein vollstes Mitleid, natürlich auch, weil er seine Sehnsüchte nur mit dem Füllfederhalter ausleben darf, wenn er Geschichten für das verbotene Schwulenmagazin, das im Untergrund publiziert wird, schreibt. Mit Offizier Bruckner hatte ich anfangs so meine Probleme. Er will sich seine Neigung nicht eingestehen, hofft auf Schutz durch seine Stellung und lässt seinen Druck nicht auf die netteste Art und Weise bei Strichern ab. Allerdings ist diese Härte weit von der Hölle entfernt, die er im weiteren Verlauf noch durchleben muss, bei der man dann gar nicht anders kann als mitzuleiden. Wolfgang ist der jüngste der drei. Anfänglich konnte ich mir seine Naivität kaum vorstellen, wobei man vielleicht schon wirklich die jahrelange parteitreue Erziehung durch Eltern, Schule und Gesellschaft mit in seine Überlegungen einbeziehen muss. Kann es sein, dass er wirklich erst durch seine Arbeit in einem Buchladen erfährt, was der Begriff schwul bedeutet und er beginnen kann seine anderen Gefühle einzuordnen? Werden sich die Wege der drei Männer kreuzen oder werden sie alleine unter Ihresgleichen bleiben?

    Nach und nach bekommen alle Mitspieler Profil und ihre Gedanken und Gefühle werden gut gezeichnet. Die verbotene Neigung, die Selbstvorwürfe, die Hoffnungslosigkeit, die Sehnsüchte und schließlich auch Fluchtgedanken, Resignation oder Träume vom Auflehnen gegen die Regeln, sind allesamt nachvollziehbar und ich habe zunehmend mehr mitgefühlt, gelitten und gehofft. Nicht selten war ich auch abgrundtief schockiert. Auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle konnte mich der Autor demnach irgendwann schon mitnehmen, auch wenn der Anfang für mich schon etwas beschwerlich war. Klar, Homosexualität gilt in dem Szenario als abartig, verachtenswert und muss ausgelöscht werden. Dass da von Offizieren auch mehr als abfällig und dreckig darüber geredet wird, mag passen. Aber ich hatte doch Mühe mit der vulgären Sprache, die so ganz fern meines gewöhnlichen Sprachgebrauchs ist, die aber zu meinem Glück im weiteren Verlauf der Geschichte abnimmt. Auch an die Vorstellung, dass Deutschland, Japan und Italien den großen Krieg gewonnen haben und die Welt bis auf kleine Ausnahmen deutsch regiert wird, musste ich mich erst ein wenig gewöhnen. Einmal darin eingefunden, fand ich dann das Ganze aber doch recht gelungen konstruiert. Manipulation, völlige Fremdbestimmung, Ausrottung anderer Meinungen und absoluter Gehorsam, wie man es aus dem NS-Regime kennt, das wird überzeugend dargestellt. Gut gefallen haben mir auch so kleine findige Details wie, dass es z.B., dass einen anstelle einer Freiheitsstatue in der USA bzw. DAS eine von Hitler begrüßt. Ein wenig befremdlich fand ich die die Idee, dass Begriff Juden, deren Volk in der Welt bereits vollständig ausgerottet ist, die Bezeichnung für einen Computervirus ist. Interessant sind auch Nebendarsteller, wie Kamerad Nils, der sich völlig fremdsteuern lässt oder Buchhändler Rommler, der die Gefahr auf sich nimmt und homosexuelle Kunden auch mit verbotenen Lieferungen versorgt.

    Normal kann ich auch über den einen oder anderen Rechtschreib- Tipp und sonstige Fehler hinweg lesen, gibt es doch kaum ein Buch, das ganz ohne auskommt und ich erwähne das sonst nicht. Aber hier sollte auf jeden Fall noch einmal jemand drüber gehen.

    Alles in allem hat mich Christian Kurz mit seinem Roman nach und nach wirklich eingefangen und ich habe gefesselt gelesen. Wie wichtig es doch ist unsere Demokratie zu schätzen und zu schützen und wie wichtig Toleranz ist, sind auf jeden Fall Gedanken, die nachhallen, wenn man das Schreckensszenario, dass ein Nazi Deutschland die Welt beherrscht wieder verlassen darf. Noch vier Sterne gibt es trotz dem etwas holprigen Start von mir.

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  4. Miss Whitey

    In diesem knapp 200 Seiten langen Roman wird einem eine Welt gezeigt, in der Deutschland den zweiten Weltkrieg gewonnen hat und nach und nach die ganze Welt besetzt.
    Eine Welt, in der die meisten Menschen deutsch sprechen, fremdsprachige Literatur vernichtet wird und vor allem homosexualität strengstens verboten ist.
    Die Geschichte handelt von drei homosexuellen Männern, einem normalen Arbeiter, welcher heimlich Geschichten für ein Schwulenmagazin verfasst und ständig den Flirtversuchen einer Kollegin ausgesetzt ist. Einem Mitglied der Partei, der hin und wieder eine schnelle Nummer auf dem Schwulenstrich sucht. Und einem 17 jährigen Schüler, der seine Gefühle nicht einordnen kann, da er nie gelernt hat was Homosexualität ist.
    Alle Charaktere machen eine Entwicklung durch. Trotzdem blieben sie mir etwas blass in Erinnerung, denn auf den 200 Seiten ist leider nicht so viel Platz um wirklich in die Tiefe zu gehen. Da hätte dem Buch durchaus etwas mehr Umfang gut getan.
    Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es wird auch ein bisschen drumm rum erzählt, wie die Partei versucht immer mehr zu verbieten und aus den Köpfen der Menschen zu “löschen”. Viele Menschen vertrauen der Partei blind und hinterfragen in keinster Sekunde, was mit ihnen gemacht wird.
    Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, da es durchaus ein aktuelles Thema behandelt.

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