Es gibt keine Ufos über Montana
Peter Nathschläger
- Sprache
- Deutsch
- Erscheinungsdatum
- 1. Aufl., erschienen am 22.02.2006
- Format
- Paperback
- ISBN
- 9783934825505
Peter Nathschläger
Mit „Es gibt keine UFOs über Montana“ erzählt Peter Nathschläger eine bewegende Geschichte über Liebe, Ausgrenzung, Erinnerung und die Möglichkeit von Versöhnung. Der schwule Roman spielt in der US-amerikanischen Stadt Helena im Bundesstaat Montana und verbindet persönliche Schicksale mit einer Atmosphäre voller Geheimnisse und Hoffnung.
Im Jahr 1983 wird die Liebe zweier Jugendlicher brutal zerstört. Einer der beiden Jungen wird von seinen Eltern verstoßen und aus der Stadt vertrieben. Was damals geschah, hat tiefe Wunden hinterlassen, die auch Jahrzehnte später noch nicht verheilt sind. Doch die Zeit verändert Menschen und manchmal eröffnet sie die Chance auf einen Neuanfang. Als der einst Vertriebene nach Jahren nach Helena zurückkehrt, werden Erinnerungen wach und lange verdrängte Ereignisse holen die Bewohner der Stadt ein.
Gleichzeitig sorgen geheimnisvolle Lichter am Himmel für Gesprächsstoff. Immer mehr Menschen sind überzeugt, UFOs über Montana gesehen zu haben. Während die Stadt über unerklärliche Phänomene rätselt, rücken die eigentlichen Geheimnisse näher: die der Vergangenheit, der verlorenen Liebe und eines Unrechts, das nie wirklich gesühnt wurde.
Peter Nathschläger verbindet in diesem Roman emotionale Beziehungen mit einer atmosphärischen Kulisse und erzählt von Menschen, die sich den Schatten ihrer Vergangenheit stellen müssen. Dabei entsteht eine Geschichte über Mut, zweite Chancen und die Frage, ob Liebe selbst nach vielen Jahren noch ihren Weg finden kann.
„Es gibt keine UFOs über Montana“ erschien erstmals 2005 beziehungsweise 2006 im Himmelstürmer Verlag und gehört zu den frühen, bis heute beliebten Werken des österreichischen Autors Peter Nathschläger.
Ein einfühlsamer schwuler Roman für alle, die emotionale Geschichten über Liebe, Verlust, Hoffnung und späte Gerechtigkeit schätzen.
Auch wenn das Grundthema ernst ist, es ist wieder einmal ein wunderschönes Buch von Peter Nathschläger. Aber kein Wunder bei dem Autor, bis jetzt habe ich jedes seiner Bücher verschlungen. Und immer Zeit gebraucht, um mich von dem harten Stoff, der einem oft die Tränen in die Augen treibt, wieder zu erholen.
Die Geschichte ist an sich schnell erzählt: Zwei Halbwüchsige Jungen werden in den achtziger Jahren durch eine gehässige Intrige getrennt und finden 19 Jahre später wieder zusammen. Wie sie wieder zusammenfinden, wer diese Intrige gesponnen hat und warum, wird in diesem leider zu dünnen Roman erklärt. Trotz der Druckfehler, die hier schon bemängelt wurden, gebe ich dem Roman ganze fünf Sterne, weil PN für mich zu den herausragenden Erzählern gehört. Jede Figur in seinem Roman lebt und gewinnt pro Seite an Intensität, die nebeneinanderher laufenden Handlungen sind perfekt aufeinander abgestimmt und das Timing ist beeindruckend. Beeindruckend ist für mich bei den Büchern von PN jedes Mal, das er zwar über schwule Jugendliche schreibt, nie jedoch in diesen bauchnabelschauseligen Sermon anderer schwuler Autoren rutscht, die das Coming Out zur Chefsache machen und ach so betroffen sind. Nathschlägers Ton ist erfrischend lakonisch, manchmal rüde, oft salopp und doch zärtlich. Mir vermittelt die Sprache das Gefühl, als ginge es dem Autor wirklich nur darum, seine Geschichte zu erzählen und nicht, um ihn als Autor. Wie er schon in diversen Webforen schrieb: Die Story ist der Boss. Und dem hat sich alles unterzuordnen. Klarer kann man es nicht sagen. Ich weiß nicht, welche Ansprüche andere Leser an Bücher stellen. Ich möchte einfach nur gute Geschichten lesen. Und das hier ist ganz einfach eine gute Geschichte. Anspruch erfüllt, fünf Sterne.
Tja, ich muss meinem Vorredner in großen Teilen beipflichten... Das Buch war hier relativ gut angepriesen und da herauszuhören war, dass es ein Happy-End gibt, habe ich es bestellt. Bereits nach den ersten Seiten hatte ich eigentlich schon keine Lust mehr... aber da es mich ja Geld gekostet hatte, habe ich es fertig gelesen. Die Charaktere sind vollkommen bunt zusammengewürfelt, der sprachliche Stil (sagt ein Rentner wirklich "Ich hau dir gleich eins auf die Fresse, Mann!") lässt zu wünschen übrig und die ständigen Fehler (eine Figur hieß auf einer Seite Timberland, auf der nächsten Timberlake, dann wieder Timberland, usw.) nervten einfach nur noch. Noch nicht einmal das Cover fand ich ansprechend, denn die Protagonisten Walter und Robert sind im Buch Mitte/ Ende 30, die Jungs auf dem Coverfoto wenn überhaupt volljährig... Gäbe es null Sterne hätte ich sie gegeben...
Das ist nun das dritte Buch, das ich von diesem Autor lesen - und ich muss sagen, eins ist besser als das andere...War schon "Mark singt" mitreißend und gefühlvoll, "Dunkle Flüsse" spannend und nichts für empfindliche Gemüter, so ist dieses Buch nun eine gelungene Mischung aus beiden. Unsere Helden aus den vergangenen Büchern trifft man wieder und freut sich. Einfach mitreißend und allen, auch nicht unbedingt schwulen Lesern, zu empfehlen!!!!
Man glaubt es immer nicht, aber es gibt sie wirklich: Word-Dokumente im Buchformat. Das Erste, was auffällt, ist die serifenlose Schrift, die nach meinem Empfinden eher das Lesen langer Texte erschwert als eine besondere Gestaltung darstellt. Der Text klafft in Ermangelung eines ordentlichen Ausgleichs auf den Zeilen und mitten im Satz springt einem ein anderer Schriftschnitt entgegen. Der Bindestrich wird an einigen Stellen als Gedankenstrich verwendet, Apostrophe fallen als Kommata auf die Zeile oder werden durch freistehende Accent aigues ersetzt und ausführende Gänsefüßchen werden auch gern mal als einführende Gänsefüßchen genutzt. Eine Katastrophe. Ebenso finden sich kleine Rechtschreib- und Grammatikfehler im Text. Der Text auf der Rückseite enthält sogar einen inhaltlichen Fehler: "Wiedersehen [der beiden Jungen] nach 30 Jahren". Getrennt wurden die beiden 1985 und das Buch spielt im Jahr 2004. Das sind für mich 19 Jahre. Das Buch macht auf mich sehr stark den Eindruck, dass es keinen Lektor gab. Den Schreibstil finde ich an sehr vielen Stellen zu vulgär "Sylvia sah aus wie durch den Arsch gezogen". Auch mangelt es mir an Spannung in dem Buch. Ich konnte es jederzeit bei Seite legen, ohne ein Verlangen zu haben, es weiter zu lesen. Der Inhalt wirkt eher flach und zusammengestückelt und wird durch verschiedene parallellaufende Erzählungen verwischt. Auch finde ich den Kern der Geschichte -- dass man nicht alles glauben sollte, was irgendwer erzählt und mehr Vertrauen zu den Menschen um sich herumhaben sollte -- nicht sehr gut ausgearbeitet. Fazit: Das Beste am Buch ist noch das Bild auf dem Denkel.
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