Bewährungsprobe
- Sprache
- Deutsch
- Erscheinungsdatum
- 1. Aufl., erschienen am 14.09.2018
- Format
- Paperback
- ISBN
- 9783863617028
Mit „Bewährungsprobe“ erzählt Martin M. Falken eine emotionale und zugleich spannende Geschichte über Liebe, Loyalität, Schuld und den Kampf um Gerechtigkeit. Der Roman verbindet die Dramatik eines Justizfalls mit einer bewegenden schwulen Liebesgeschichte und zeigt, wie schnell ein normales Leben aus den Fugen geraten kann.
Für Marek und Philipp beginnt der Albtraum auf dem Heimweg von einer Party. In einer Unterführung werden die beiden von aggressiven Männern angegriffen. Während der Auseinandersetzung wehrt sich Marek gegen die Angreifer. Einer von ihnen kommt dabei ums Leben. Zunächst scheint alles auf eine eindeutige Notwehrsituation hinzudeuten. Doch kurz darauf wird Marek verhaftet und in Untersuchungshaft gebracht.
Von einem Tag auf den anderen findet sich Marek in einer Welt aus Unsicherheit, Angst und Isolation wieder. Während er in seiner Zelle über seine Zukunft nachdenkt und Tagebuch schreibt, weiß er nicht, ob ihn die Freiheit oder eine lange Haftstrafe erwartet. Seine Situation verschärft sich zusätzlich durch einen Gefängniswärter, der ihn gezielt schikaniert und psychisch unter Druck setzt.
Auch außerhalb der Gefängnismauern gerät alles ins Wanken. Philipp kämpft mit seinen Sorgen und seiner Verzweiflung. Gleichzeitig wird er von seinem ehemaligen Liebhaber Stavros angezogen. Was zunächst als Ablenkung beginnt, entwickelt sich zu einer komplizierten Affäre, die die Beziehung zu Marek auf eine harte Probe stellt.
Eine wichtige Rolle spielt zudem die Anwältin Viola. Entschlossen setzt sie alles daran, die Wahrheit ans Licht zu bringen und Mareks Freilassung zu erreichen. Ihre Hoffnung ruht auf einer entscheidenden Zeugenaussage, die den gesamten Fall verändern könnte. Währenddessen müssen alle Beteiligten lernen, mit Schuldgefühlen, Zweifeln und schwierigen Entscheidungen umzugehen.
Martin M. Falken verbindet in „Bewährungsprobe“ gesellschaftliche Themen mit emotionaler Spannung. Der Roman wirft Fragen nach Gerechtigkeit, Vorurteilen, Treue und persönlicher Verantwortung auf und erzählt zugleich von Menschen, die in einer Extremsituation um ihre Liebe kämpfen.
Der beim Himmelstürmer Verlag erschienene Roman wurde 2018 veröffentlicht und umfasst rund 180 Seiten. Mit seiner Mischung aus Spannung, Emotion und glaubwürdigen Figuren richtet sich „Bewährungsprobe“ an Leserinnen und Leser, die schwule Romane mit Tiefgang und dramatischer Handlung schätzen.
Marek und Philipp sind seit einiger Zeit ein Liebespaar. Eines Tages geraten sie in eine schreckliche Situation. Nachdem sie sich in Notwehr vor aggressiven Attacken gewehrt haben, gibt es einen Toten. Was zuerst als klarer Fall der Selbstverteidigung aussieht, wird plötzlich zum Gerichtsfall und zum Alptraum für Marek, denn er findet sich plötzlich im Gefängnis wieder - isoliert und schikaniert von einem Gefängnisaufseher. Während Marek am Verzweifeln ist und auf Unterstützung von Philipp hofft, vergnügt sich dieser mit einem alten Bekannten. Dass extreme Situationen extreme Reaktionen hervorrufen können, ist begreiflich, trotzdem erscheint Philipps Verhalten rücksichtslos und wirkt sich natürlich auf die Beziehung zu Marek aus, der psychisch stark verändert aus der Haft zurückkommt. Ob es den beiden gelingen wird, ihren Weg gemeinsam zu finden? Das Buch schildert in Tagebuchform abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten die Ereignisse. Dadurch kann man sich in beide Personen hineinversetzen und ihre Sicht auf die Dinge nachvollziehen und Handlungen bzw. Verhaltensweisen verstehen lernen. Trotzdem bleibt es einem selbst überlassen, sich ein Urteil zu bilden. Das Buch ist trotz der wechselnden Erzählperspektiven einfach zu lesen. Es wühlt auf, setzt in Erstaunen, polarisiert, führt zu Kopfschütteln und vielem mehr. Es lässt den Leser keinesfalls kalt.
Marek und Philipp sind seit einiger Zeit ein Liebespaar. Eines Tages geraten sie in eine schreckliche Situation. Nachdem sie sich in Notwehr vor aggressiven Attacken gewehrt haben, gibt es einen Toten. Was zuerst als klarer Fall der Selbstverteidigung aussieht, wird plötzlich zum Gerichtsfall und zum Alptraum für Marek, denn er findet sich plötzlich im Gefängnis wieder - isoliert und schikaniert von einem Gefängnisaufseher. Während Marek am Verzweifeln ist und auf Unterstützung von Philipp hofft, vergnügt sich dieser mit einem alten Bekannten. Dass extreme Situationen extreme Reaktionen hervorrufen können, ist begreiflich, trotzdem erscheint Philipps Verhalten rücksichtslos und wirkt sich natürlich auf die Beziehung zu Marek aus, der psychisch stark verändert aus der Haft zurückkommt. Ob es den beiden gelingen wird, ihren Weg gemeinsam zu finden? Das Buch schildert in Tagebuchform abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten die Ereignisse. Dadurch kann man sich in beide Personen hineinversetzen und ihre Sicht auf die Dinge nachvollziehen und Handlungen bzw. Verhaltensweisen verstehen lernen. Trotzdem bleibt es einem selbst überlassen, sich ein Urteil zu bilden. Das Buch ist trotz der wechselnden Erzählperspektiven einfach zu lesen. Es wühlt auf, setzt in Erstaunen, polarisiert, führt zu Kopfschütteln und vielem mehr. Es lässt den Leser keinesfalls kalt.
Ich gebe zu, dass ich nicht genau wusste, auf was ich mich mit diesem Buch einlasse. Als ich begonnen habe, es zu lesen, war ich so schnell von der Handlung gebannt, dass ich es in einem Rutsch gelesen habe. Diese Achterbahnfahrt der Emotionen habe ich bisher nur in sehr wenigen Büchern erlebt. Ein Buch mit viel mehr Tiefgang als ich erwartet habe. Doch halt, erst mal von vorne. Marek und Philipp werden in einer Unterführung angegriffen, da zwei Pöbler „Schwule abklatschen“ wollen. Marek verteidigt Philipp und wird nach dieser Notwehrsituation in U-Haft gebracht. Dort versinkt er in Einsamkeit und isoliert sich nach schlechten Erfahrungen in der Haft immer mehr. Er vertraut seine Gefühle seinem Tagebuch an, da er sonst verzweifeln würde. Marek geht durch die Hölle und scheint aufgeben zu wollen. Philipp lebt inzwischen mit wenigen Einschränkungen sein Leben in Freiheit weiter und beginnt sehr schnell eine Affäre mit seinem ehemaligen Liebhaber Stavros. Er beteuert Immer wieder seine Liebe zu Marek und verstrickt sich trotzdem tiefer und tiefer in die Affäre mit Stavros. Ab und zu schlägt sein Gewissen, dies reicht jedoch nicht, um dem bösen Spiel ein Ende zu bereiten und sich ehrlich mit der Situation auseinander zu setzen. Während Marek leidet und sich Philipp vergnügt, kämpft die taffe Anwältin Viola um die Freilassung von Marek. Die Geschichte wird aus den abwechselnden Perspektiven von Marek und Philipp erzählt, so dass es möglich ist, einen sehr tiefen Einblick in ihre Gefühle und Gedanken zu bekommen. Marek mit seinen tiefgründigen Gedanken war mir während der gesamten Geschichte der sympathischste Protagonist, während Philipp mir zu wenig empathisch und zu oberflächlich erschien. Stavros war für mich ab einem gewissen Punkt nur noch abstoßend. Viola ist immer mehr nicht nur Anwältin, sondern gute Freundin und sie wurde mir immer sympathischer, da sie menschlich, ehrlich und sehr souverän handelte. Wird Marek seiner Hölle entkommen und welche Folgen muss er tragen? Schafft es Viola, die Gerechtigkeit durchzusetzen und auf welchem Weg? Trennt sich Philipp von Stavros, oder gehen Philipp und Marek getrennte Wege? Gibt es vielleicht sogar ein Happy End? Lest bitte selbst, es lohnt sich. Das Ende hat mich überrascht, ich bezweifle, dass ich so oder ähnlich wie Marek gehandelt hätte. Bitte lest selbst und macht euch ein eigenes Bild. Mich hat dieses Buch mit zwiespältigen Gefühlen zurückgelassen, da es Abgründe gezeigt hat, die in jeder Liebesbeziehung so auftreten können. Auch die Einblicke in unser Rechtsystem hinterlassen einen schalen Geschmack, da nicht immer derjenige Recht bekommt, der ohne Böswilligkeit und Absicht handelt. Leider müssen sich immer wieder Opfer rechtfertigen und die Täter kommen mit einem blauen Auge davon. Von mir eine absolute Leseempfehlung für alle, die keine Angst vor großen Gefühlen und den Abgründen des menschlichen Seins haben.
Ich gebe zu, dass ich nicht genau wusste, auf was ich mich mit diesem Buch einlasse. Als ich begonnen habe, es zu lesen, war ich so schnell von der Handlung gebannt, dass ich es in einem Rutsch gelesen habe. Diese Achterbahnfahrt der Emotionen habe ich bisher nur in sehr wenigen Büchern erlebt. Ein Buch mit viel mehr Tiefgang als ich erwartet habe. Doch halt, erst mal von vorne. Marek und Philipp werden in einer Unterführung angegriffen, da zwei Pöbler „Schwule abklatschen“ wollen. Marek verteidigt Philipp und wird nach dieser Notwehrsituation in U-Haft gebracht. Dort versinkt er in Einsamkeit und isoliert sich nach schlechten Erfahrungen in der Haft immer mehr. Er vertraut seine Gefühle seinem Tagebuch an, da er sonst verzweifeln würde. Marek geht durch die Hölle und scheint aufgeben zu wollen. Philipp lebt inzwischen mit wenigen Einschränkungen sein Leben in Freiheit weiter und beginnt sehr schnell eine Affäre mit seinem ehemaligen Liebhaber Stavros. Er beteuert Immer wieder seine Liebe zu Marek und verstrickt sich trotzdem tiefer und tiefer in die Affäre mit Stavros. Ab und zu schlägt sein Gewissen, dies reicht jedoch nicht, um dem bösen Spiel ein Ende zu bereiten und sich ehrlich mit der Situation auseinander zu setzen. Während Marek leidet und sich Philipp vergnügt, kämpft die taffe Anwältin Viola um die Freilassung von Marek. Die Geschichte wird aus den abwechselnden Perspektiven von Marek und Philipp erzählt, so dass es möglich ist, einen sehr tiefen Einblick in ihre Gefühle und Gedanken zu bekommen. Marek mit seinen tiefgründigen Gedanken war mir während der gesamten Geschichte der sympathischste Protagonist, während Philipp mir zu wenig empathisch und zu oberflächlich erschien. Stavros war für mich ab einem gewissen Punkt nur noch abstoßend. Viola ist immer mehr nicht nur Anwältin, sondern gute Freundin und sie wurde mir immer sympathischer, da sie menschlich, ehrlich und sehr souverän handelte. Wird Marek seiner Hölle entkommen und welche Folgen muss er tragen? Schafft es Viola, die Gerechtigkeit durchzusetzen und auf welchem Weg? Trennt sich Philipp von Stavros, oder gehen Philipp und Marek getrennte Wege? Gibt es vielleicht sogar ein Happy End? Lest bitte selbst, es lohnt sich. Das Ende hat mich überrascht, ich bezweifle, dass ich so oder ähnlich wie Marek gehandelt hätte. Bitte lest selbst und macht euch ein eigenes Bild. Mich hat dieses Buch mit zwiespältigen Gefühlen zurückgelassen, da es Abgründe gezeigt hat, die in jeder Liebesbeziehung so auftreten können. Auch die Einblicke in unser Rechtsystem hinterlassen einen schalen Geschmack, da nicht immer derjenige Recht bekommt, der ohne Böswilligkeit und Absicht handelt. Leider müssen sich immer wieder Opfer rechtfertigen und die Täter kommen mit einem blauen Auge davon. Von mir eine absolute Leseempfehlung für alle, die keine Angst vor großen Gefühlen und den Abgründen des menschlichen Seins haben.
Dieses Buch war für mich eine sehr interessante Erfahrung, offenbart es doch die Schwierigkeiten im deutschen Rechtssystem. Das Pärchen Marek und Philipp wird nachts überfallen und Marek verletzt dabei in Notwehr einen Angreifer tödlich. Und als ob es für Marek nicht schon schlimm genug ist, mit diesem Umstand klar zu kommen, wird er in U-Haft genommen. Es soll juristisch geklärt werden, ob wirklich Notwehr vorlag. Im Gefängnis muss Marek neben der Einschränkung der persönlichen Freiheit noch Übergriffe eines abartigen Wärters über sich ergehen lassen. Und Philipp tröstet und vergnügt sich derweil nur mit minder schlechtem Gewissen mit einem Verflossenem. Das Buch besticht durch die Sichtweisen der beiden Hauptpersonen, Philipp und Marek, und sehr schnell kristallisieren sich für mich die Charaktere beider heraus. Marek der tiefsinnigere der dadurch im Knast noch mehr leidet und Philipp, der Oberflächliche. Während Marek die Hölle durchlebt, flüchtet sich Philipp in Beschwichtigungen und Ablenkung, anstatt sich mit der Situation wirklich mal auseinander zu setzen. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch, und Philipps Charakter und Verhalten haben mich mehr als einmal erschüttert. Dass es sich bei den Protagonisten um ein schwules Paar handelt, wird nicht fokussiert, obwohl an einigen Stellen durch diesen Umstand entstehende zusätzliche Probleme aufgrund Intoleranz durchaus anklingen. Die Geschichte an sich, kann jedoch Jeden, jedes Paar betreffen. Und damit natürlich auch die Veränderungen, die so ein Vorfall nach sich zieht. Kritische Situationen verändern und belasten die Menschen und eine Beziehung. Und erst da zeigt sich, auf wen man zählen kann oder auch nicht. Wer daran zerbricht oder wächst. Den Ausgang des Verfahrens lasse ich hier mal unkommentiert um nicht zu spoilern. Wie sich allerdings Marek dann abschließend zu Philipp positioniert finde ich sehr enttäuschend. Mich hat dieses tiefsinnige Buch sehr gefesselt und ich habe es rasch ausgelesen. Muss man dazu noch mehr sagen? ;-)
Dieses Buch war für mich eine sehr interessante Erfahrung, offenbart es doch die Schwierigkeiten im deutschen Rechtssystem. Das Pärchen Marek und Philipp wird nachts überfallen und Marek verletzt dabei in Notwehr einen Angreifer tödlich. Und als ob es für Marek nicht schon schlimm genug ist, mit diesem Umstand klarzukommen, wird er in U-Haft genommen. Es soll juristisch geklärt werden, ob wirklich Notwehr vorlag. Im Gefängnis muss Marek neben der Einschränkung der persönlichen Freiheit noch Übergriffe eines abartigen Wärters über sich ergehen lassen. Und Philipp tröstet und vergnügt sich derweil nur mit minder schlechtem Gewissen mit einem Verflossenem. Das Buch besticht durch die Sichtweisen der beiden Hauptpersonen, Philipp und Marek, und sehr schnell kristallisieren sich für mich die Charaktere beider heraus. Marek der tiefsinnigere – der dadurch im Knast noch mehr leidet – und Philipp, der Oberflächliche. Während Marek die Hölle durchlebt, flüchtet sich Philipp in Beschwichtigungen und Ablenkung, anstatt sich mit der Situation wirklich mal auseinander zu setzen. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch, und Philipps Charakter und Verhalten haben mich mehr als einmal erschüttert. Dass es sich bei den Protagonisten um ein schwules Paar handelt, wird nicht fokussiert, obwohl an einigen Stellen durch diesen Umstand entstehende zusätzliche Probleme aufgrund Intoleranz durchaus anklingen. Die Geschichte an sich, kann jedoch Jeden, jedes Paar betreffen. Und damit natürlich auch die Veränderungen, die so ein Vorfall nach sich zieht. Kritische Situationen verändern und belasten die Menschen und eine Beziehung. Und erst da zeigt sich, auf den man zählen kann – oder auch nicht. Wer daran zerbricht oder wächst. Den Ausgang des Verfahrens lasse ich hier mal unkommentiert, um nicht zu spoilern. Wie sich allerdings Marek dann abschließend zu Philipp positioniert finde ich sehr enttäuschend. Mich hat dieses tiefsinnige Buch sehr gefesselt und ich habe es rasch ausgelesen. Muss man dazu noch mehr sagen? ;-)
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